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Wir haben es trotz der sehr kurzen Nacht geschafft deutlich vor dem Mittag um 11:30 die Weiterreise anzutreten. Wir waren stolz wie Bolle, dass wir es mit diesem ordentlichen Zeitpuffer den wir dadurch hatten locker bis zur Abendveranstaltung, nach Raudsilla, schaffen würden. Alles lief super, den Weg aus St. Petersburg zu finden war zwar nicht leicht, aber es lief, wenn man den Weg dann mal gefunden hatte, immerhin hat dieses Moloch gut 5 Millionen Einwohner durch die man hindurch muss

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Doch dann ging das Gekaspere an der Grenze wieder los. Wir haben wohl gerade die Teepause erwischt, denn als wir ankamen, ging erstmal gar nichts. Dann war wohl gleich noch Kaffeepause. Bis wir durch die Grenze durch waren wurden unsere Pässe 3x mal begutachtet, natürlich immer mit ernster Miene und mit kritischem Blick ins Auto. Für die Ausreise mussten wir wieder alles öffnen und umschichten und zeigen. Bei der Ausreise war der Papierkram vergleichsweise wenig, es musste nur, der schon bei der Einreise ausgefüllte Zettel für die Zolldeklaration des Autos abgegeben werden. Das Team Sladn wurde gegenüber uns richtig auseinandergenommen mit ihrer Zuhälterkarre. Wie wir in Erfahrungen bringen konnten zählen allerdings alle unsere Autos zu einer Risikogruppe, die besondere Beachtung findet. Erstaunlich ist, dass die die Russen bei der Ausreise genauso gründlich wie bei der Einreise sind. Warum? Was will man aus diesem Land schmuggeln was es bei uns nicht gibt? Das was ich mir vorstellen kann, bedarf mit Sicherheit mehr krimineller Energie und wird auf anderem Weg erledigt.

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Die Estländer waren mit unseren Papieren kurzzeitig überfordert, da sie aber eher eine laissez-faire Haltung an den Tag legten, wurden wir nicht lange aufgehalten. Unsere 200 Liter Gastanks haben, wie immer, noch kurz für Verwirrung gesorgt, aber es fand sich dann doch kein doppelter Boden dazwischen. Schluss letztendlich waren wir nach 4 ½ h durch und leicht entnervt, da wir nun nicht rechtzeitig zum Event kommen würden. Im Roadbook stand, dass man rechtzeitig zum Event da sein sollte, da sonst das Catering aus wäre.

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Da wir aus den Erfahrungen mit dem Veranstalter, nicht mehr davon ausgingen, dass das ein Scherz sein sollte gaben wir ordentlich Gas. Doch leider bewahrheiteten sich die Befürchtung, wir kamen zu spät und das Catering war bereits ratzeputze weg. An dieser Stelle sankt die Stimmung rapide ins unermessliche. Denn auch das Bier musste gezahlt werden und das reichlich, drei Euro in Estland für ein Bier ist absolute Abzocke. Wir waren nicht das einzige Team, das sich an diesem Abend fragte wofür das nicht ganz unerhebliche Startgeld eigentlich draufging und sich latent verarscht vorkam.

Zum Glück hatten wir noch genug Bier gebunkert, was die Stimmung dann wieder deutlich über den Gefrierpunkt hob. Auch diese Nacht wurde wieder lang. Diesmal endete diese mit einigen verrückten Deutschen.

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