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Nachdem wir morgens gegen 08:00 Uhr ziemlich übermüdet in Storselett aufgebrochen sind, waren wir erstmal 8h bis ans Nordkap gefahren, von dem wir letzten Endes – abgesehen vom Eintrittspreis – jedoch nur mittelmäßig beeindruckt waren. Als wir dort waren zog zudem starker Nebel auf, so dass wir uns gegen das optionale Foto mit dem Hasen vor dem Globus entschieden haben, für welches der Veranstalter ein Zeitfenster zwischen 01:30 Uhr und 07:00 Uhr nachts organisiert hatte. Im Endeffekt die richtige Entscheidung, da die Bilder der anderen Teilnehmer nur den Globus, das Auto und eine einzige Nebelsuppe zeigen.

 

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Also sind wir gegen 18:00 Uhr weiter Richtung norwegisch-russische Grenze gefahren, dabei hatten wir uns einen kleinen Umweg über Finnland als Bonus eingebaut, da ja die beiden nördlichen finnisch-russischen Grenzübergänge aufgrund der Flüchtlingsströme seit März 2016 dauerhaft gesperrt sind und Finnland somit nicht mehr zwangsläufig Teil der Route war. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Vegetation in der Finnmark hat sich hinsichtlich Nadelbäumen und Seenlandschaft deutlich von der in Nordland unterschieden. Obwohl es 02:00 Uhr nachts war, musste man mit Sonnenbrille der tief stehenden Sonne entgegen cruisen.

 

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Gegen 04:00 Uhr standen wir dann vor verschlossenen Grenztoren in der Nähe von Kirkenes, aber dank Smartphone wussten wir dass die Grenze gegen 07:00 Uhr aufmachen würde. Also direkt vor die Tore gestellt, Fahrersitze zurückgeklappt, Füße hoch und eine Mütze dringend notwendigen Schlaf getankt. Zwischenzeitlich kamen weitere BSC Teams an, welche sich hinter uns eingereiht haben, u.a. ein beeindruckendes Feuerwehrauto aus dem Sauerland.

 

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Gegen 07:00 Uhr durften wir dann den norwegischen Stützpunkt passieren, was relativ schnell und unkompliziert ablief. Im Gegensatz dazu stellten sich die Zollformalitäten am russischen Grenzposten jedoch etwas komplizierter dar, da die zuständige Sachbearbeitering kein englisch sprach und offensichtlich nicht besonders gut geschult im Umgang mit Computern. Nach dreimaligem Ausfüllen des Zollformulars, mit welchem wir unser Auto verzollen mussten, durften wir endlich zum nächsten Grenzpunkt, an dem unser Hase dann ausgiebig gefilzt wurde, was allerdings mit ca. 15 Minuten relativ schnell ablief. Etwas weniger Glück hatte Team Schumacher, da diese ein ziemlich cooles Elchgeweih aus Norwegen an ihrem Dachträger befestigt hatten. Dieses durften sie nämlich nicht mit nach Russland nehmen, sondern mussten es sogar in Norwegen entsorgen, so dass sie tatsächlich ein zweites Mal die russische Grenze passieren mussten nachdem sie zwischenzeitlich über Norwegen wieder ausgereist waren…

 

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Anschließend ging es im Konvoi weitere 4h bis nach Murmansk. Die anderen Teams hatten sich bereits ein Zimmer für 55 Euro im besten Hotel vor Ort gebucht, so dass wir uns dort angeschlossen hatten.

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In  Murmansk selbst jagte ein architektonisches Highlight das nächste (Plattenbauten in allen Varianten mit diversen Rost- und Rußvariationen), leider musste man aber zwischendurch auch die Straßen beachten und unzählige Schlaglöcher umschiffen.

 

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Abends haben wir uns dann zwei leckere Drinks in der Panoramabar im eigenen Hotel gegönnt.

Die Highlights des Tages waren zweifelsohne das Duschen nach einer Woche Camping, frische Klamotten anzuziehen und in einem richtigen Bett zu schlafen, auch wenn wir beide eigenartigerweise am nächsten Tag mehr Rückenschmerzen als die ganze Woche zuvor hatten… Ebenfalls nicht schlecht: Eine SIM-Karte fürs Iphone mit 30 GB 3G Datenvolumen für 6 Euro!

 

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